Die Geschichte vom Sein - Band 1 - Musterkapitel 1


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Kontakt mit einem außergewöhnlichen Menschen

 

Meine Name ist Manfred Meier. Ich bin Journalist eines bekannten deutschen Verlages, der sich mit besonderen Menschen und rätselhaften Phänomenen beschäftigt und diese in entsprechenden Büchern und Fernsehdokumentationen veröffentlicht.


Über weltweite Kontakte erhalten wir ständig interessante Informationen, die wir nach einer gut recherchierten Vorbereitung entweder für so interessant halten, dass wir der Angelegenheit nachgehen oder die Information vorerst zu der großen Anzahl von unbearbeiteten Akten ablegen.


So kam es, dass ich eines Tages die Information von einem Mann mit Namen „Christoph Jürgens“ erhielt, die zum Auslöser des ihnen vorliegenden Buches wurde. Dies Buch erzählt die außergewöhnlichste Lebensgeschichte, die wir jemals geschrieben und sie als Leser gelesen haben. Seien sie also gespannt - denn nach dem Lesen dieses Buches, wird ihr Bewusstsein sich verändert haben und die Welt nicht mehr die gleiche sein.


Alles, was mir bis dahin an Informationen von Christoph Jürgens vorlag, war, dass es sich um einen Mann handelte, dessen Namen vor etlichen Jahren durch revolutionäre spirituelle Bücher und spektakuläre Heilungen bekannt wurde. Aber über sein gesamtes Leben und sein tatsächliches Alter ist so gut wie nichts bekannt. Herr Jürgens schien es immer geschafft zu haben – obwohl er sogar in einigen Talkshows zu Gast war - sein Leben der Öffentlichkeit gegenüber abzuschirmen und es in seiner Gesamtheit wie ein Geheimnis zu hüten.


Es war sicher Vorbestimmung - dies wurde mir viel später bewusst - dass gerade ich den Kontakt zu Christoph Jürgens bekam und dieses Buch schreiben durfte. Schon seit mindestens zehn Jahren faszinierten mich rätselhafte Phänomene und spirituelle, esoterische Themen. Angeregt durch Informationen und Gespräche, war ich unbewusst auf der Suche nach konkreten Antworten auf Fragen, die sich unwillkürlich einstellen, wenn man sich mit diesen Themen beschäftigt. So war ich ein guter Gesprächspartner für Christoph Jürgens und in der Lage, seine Lebensgeschichte mit dem richtigen Feingefühl aufzunehmen und niederzuschreiben.


Nachdem mir nun bewusst wurde, dass es sich bei dem Mann mit Namen Christoph Jürgens, von dem ich nur einige Informationen vorliegen hatte, um einen sehr interessanten Menschen handelte, traf ich kurzfristig meine Vorbereitungen um diesen Mann zu treffen. Laut den erhaltenen Informationen lebte Christoph Jürgens zurückgezogen in den österreichischen Alpen in einem einfachen Wohnhaus nahe dem Weisensee. Da ich wusste, wo ich Christoph Jürgens erreichen konnte, stellte ich die Verbindung zu ihm her und erlebte auch schon bald den …


... Kontakt mit einem außergewöhnlichen Menschen


Zum Glück stellte sich über die Telefonauskunft heraus, dass Herr Jürgens über einen Telefonanschluss verfügte. Ich war darüber sehr erfreut und nutze somit die Gelegenheit Herrn Jürgens telefonisch um einen Gesprächstermin zu bitten. In kurzen Worten schilderte ich mein Anliegen - das ich für unseren Verlag ein Buch über sein Leben veröffentlichen möchte - und war überrascht, dass Herr Jürgens einem Gespräch mit mir so einfach zustimmte. Wir vereinbarten den Mittwoch in der darauf folgenden Woche.


Herr Jürgens meinte zum Schluss des Telefongespräches: „Ich nehme an, dass die Gespräche als Grundlage für das Buch mehrere Tage beanspruchen werden und sie eine Unterkunft für die Zeit benötigen. Wenn ihnen eine bescheidene Unterkunft mit ebenso bescheidener Verpflegung ausreicht, nehme ich sie gerne für die Zeit in einem Gästezimmer meines Hauses mit auf.“


Ich überlegte nicht lange und antwortete: „Ich freue mich sehr über ihr Angebot und nehme es dankbar an. Wenn nichts dazwischen kommt, werde ich dann am kommenden Mittwoch um die Mittagszeit bei ihnen eintreffen.“


Nachdem ich den Telefonhörer aufgelegt hatte, lehnte ich mich entspannt in meinem Sessel zurück. Ein aufregendes und erwartungsvolles Gefühl durchzog mich. Auch in den kommenden Tagen konnte ich diese Gefühle in mir nicht unterdrücken – so war ich froh, als endlich der Tag der Anreise da war.


Ich wusste nicht was mich wirklich erwartete und wusste nicht, dass 11 Tage werden würden - 11 Tage, in denen mir Herr Jürgens pro Tag mindestens zwei bis drei bedeutsame Kapitel oder bedeutsame Erfahrungen aus seinem Leben schildern würde und ich in meinem Aufnahmegerät aufnahm. Am Ende der 11 Tage hatte Herr Jürgens mir einen großen Teil aus seinen bisherigen bewegten Leben erzählt. Was ich aber in der ganzen Zeit nicht erfahren habe, ist das Alter von Herrn Jürgens und welchen Zeitraum seines Lebens er mir geschildert hatte? Herr Jürgens war dieser Frage mit den Worten ausgewichen: „Zeit ist eine Illusion und im Bezug zu meinem Leben unbedeutend.“ Er verwies darauf, dass er auf sein Alter - wie wir Menschen allgemein die Zeit des Lebens bemessen - evtl. später noch einmal zurückkommen würde. Und zwar dann, wenn es im Bezug zu einem Kapitel seines Lebens auch eine bedeutsame Rolle spielen würde.


Der Tag der Anreise war gekommen und eine lange Fahrtstrecke – die ich mir mit meinem Pkw vorgenommen hatte – war zu überwinden. Dennoch war ich überrascht, wie schnell die Zeit verging und ich ohne größere Orientierungsschwierigkeiten – mein Navigationssystem war mir, da sicherlich eine große Hilfe – nun endlich vor dem Haus von Herrn Jürgens stand. Noch in meinem Pkw sitzend, sah ich vor dem Eingang - auf einer Bank der Veranda - einen älteren Herrn sitzen, der mich mit ruhigen, liebevollen Augen erwartungsvoll anschaute. Es war ein hagerer Mann mit langen grauen Haaren - die nach hinten gekämmt als Zopf zusammengebunden waren - und einem grauen Bart. Ich stieg aus, ging mit sicheren Schritten und einem festen Gefühl auf den Mann zu und sprach ihn an: „Sie müssen Herr Jürgens sein? – denn genauso habe ich mir sie vorgestellt!“


Während ich diese Worte sagte, stand der Mann auf - von dem ich überzeugt war, dass es sich um Christoph Jürgens handelte und der augenscheinlich ca. 75 Jahre alt war -, ging auf mich zu und reichte mir mit einem freundlichen Lächeln seine Hand und begrüßte mich mit den Worten: „Ich freue mich über ihren Besuch Herr Meier und heiße sie in meinem Heim herzlich willkommen.“


Er bat mich, sich neben ihn mit auf die Bank zu setzen. Nach der langen und anstrengenden Fahrt nahm ich das Angebot dankend an und genoss für einen Moment die angenehme Ruhe und den herrlichen Ausblick, den man von seinem Wohnhaus hatte. Von hier aus konnte man den größten Teil des Weisensees überblicken und am anderen Ufer die wunderbaren Bergwiesen mit den daran anschließenden Bergen bewundern. Ich konnte gut verstehen, warum Herr Jürgens hier am Weissensee wohnte und sich hier zurückgezogen hatte.


Als hätte er meine Gedanken gelesen, sprach mich Herr Jürgens an: „Es war immer mein Traum, nachdem ich schon in jüngeren Jahren einmal hier gewesen war, mich hier zurückzuziehen und meinen Lebensabend zu verbringen. Der See, die Berge und die wunderbare Natur in einer Vollkommenheit, wie sie leider nicht mehr oft zu finden ist, beglücken und inspirieren mich täglich immer wieder aufs Neue.“


Ich konnte diese Aussage nur bestätigen. Auch mir ist in den letzten Jahren klar geworden, wie sehr die Menschen missbrauch mit der Natur und der Umwelt getrieben hatten.


Von hier“, sprach Herr Jürgens weiter, „werde ich – so könnte ich mir heute vorstellen - einmal die Erde verlassen.“

Ich schaute ihn an, und erwiderte: „Bitte lassen sie sich noch etwas Zeit, die Menschen brauchen sie noch, denn ich nehme an, dass sie den Menschen immer noch etwas Wichtiges mitteilen können.“


Herr Jürgens schaute mit einem verklärten Blick in die Ferne, als ob er dort etwas sehen würde und antwortete: „Sie haben Recht, meine Zeit ist noch nicht gekommen. Noch habe ich den Menschen etwas zu berichten - bzw. heute und in den nächsten Tagen ihnen Herr Meier. Ich habe ein bewegtes und langes Leben hinter mir. Nur wenigen Menschen ist bekannt, wie lange ich schon auf dieser Erde weile und wie alt ich bin.“



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