Die Geschichte vom Sein - Band 2 - Musterkapitel 3

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Begegnung und Gespräch mit Gott

 

Am anderen Morgen wachte ich schon früh auf und blieb noch etwas im Bett liegen. Ich dachte über das nach, was ich nicht schon alles von Christoph aus seinem Leben erfahren hatte. Erlebnisse, von denen ich mir nicht vorstellen konnte, dass es noch einen weiteren Menschen auf diesem Planeten Erde gibt, der auch nur ansatzweise Ähnliches erlebt und erfahren hat. Irgendwie brachte mich das an den Punkt, noch intensiver über Christoph nachzudenken und mir die Frage zu stellen: War Christoph überhaupt ein ganz normaler Mensch? - Eine Frage, die ich Christoph heute stellen wollte - so sagte ich mir. Mit diesen Gedanken an Christoph stand ich auf, ging ins Bad, erledigte meine Morgentoilette und begab mich dann kurze Zeit später angezogen zur Küche - in der Hoffnung, Christoph dort eventuell schon anzutreffen.

 

Christoph war tatsächlich schon in der Küche und schien schon das Frühstück herzurichten. „Guten Morgen, Christoph!“ begrüßte ich ihn. „Ich komme wohl gerade recht, denn es riecht hier schon so angenehm nach frischem Kaffee.“

 

Indem er weiter den Kaffee aufbrühte, erwiderte er meine Begrüßung: „Guten Morgen, Manfred! Du hast recht, ich habe draußen auf der Veranda schon den Tisch für uns gedeckt und der Kaffee ist auch sofort fertig. Setz dich schon einmal auf deinen Platz, ich komme sofort nach.“

 

So saßen wir kurze Zeit später gemeinsam auf der Veranda und genossen wieder einmal ein wunderbares Frühstück bei herrlich frischer Morgenluft. Um das Frühstück in Ruhe genießen zu können, unterhielten wir uns dabei über belanglose Dinge - und meine Frage, hatte Zeit bis nach dem Frühstück.

 

Aber nachdem Christoph und ich gemeinsam das Essensgeschirr in die Küche gebracht und den Tisch freigeräumt hatten, und wir wieder entspannt auf unseren Plätzen saßen, teilte ich dann endlich Christoph meine Gedanken und meine Frage mit: „Weist du, Christoph, heute Morgen lag ich schon eine längere Zeit wach in meinem Bett und habe über dich nachgedacht und dabei stellte ich fest, dass du Dinge erlebt und erfahren hast, die wohl kaum ein anderer Mensch erlebt hat, noch erleben wird - das ist jedenfalls meine Meinung. Mir kam deshalb der Gedanke und daran schloss sich eine Frage, die ich dir jetzt stelle: Bist du ein höheres Wesen, als wir Menschen es sind?“

 

Das ist eine Frage, Manfred“, antwortete Christoph nachdenklich „die auch ich mir lange Zeit in meinem Leben gestellt habe. Eine Frage, auf deren Antwort ich lange warten musste und die mir erst im fortgeschrittenen Alter meines Leben beantwortet wurde.“

 

Ich spürte schon, dass ich mit meiner Vermutung recht hatte und so erwiderte ich etwas aufgeregt: „Ich habe also Recht mit meinem Gefühl, Christoph: Du bist ein anderes und höheres Wesen als wir normalen Menschen!“

 

Christoph schaute mich, wie immer ruhig und besonnen an und antwortete: „Um deine Frage - die du ja schon selbst beantwortet hast - ausreichend um umfassend zu beantworten, möchte ich schon etwas weiter ausholen und werde dir nun von einem Erlebnis berichten, welches ich dir gestern Abend schon angedeutet hatte. Also schalte dein Aufnahmegerät ein - und du wirst überrascht sein, von wem ich die Antwort, auf deine und bis zu dem Erlebnis für mich existierende Frage, erhalten habe. Und in dem Zusammenhang erhielt ich auch noch viele Antworten auf Fragen des irdischen Lebens betreffend.“

 

Völlig außer mir, denn ich spürte, dass ich nun wirklich etwas ganz Bedeutsames aus dem Leben von Christoph erfahren würde, stellte ich mein Aufnahmegerät auf den Tisch, schaltete es ein und gab Christoph ein Zeichen, der dann begann, mir von einer wahrhaft besonderen und unglaublichen Begegnung zu berichten. Es war Christophs ...

 

Begegnung und Gespräch mit Gott

 

Nachdem ich schon einige Jahre in Oberammergau ein ruhiges und besinnliches Leben verbracht hatte, empfand ich eines morgens ein ziehendes und sehnsuchtsvolles Gefühl, das mich dazu bewegte, den Berg zu besteigen, auf deren Gipfel ich schon vor einiger Zeit die Begegnung mit Jesus hatte. Da ich diesem Gefühl eine besondere Bedeutung mit einer zu erwartenden besonderen Erfahrung zuordnete, machte ich mich nach dem Frühstück sofort auf den Weg, um auf diesen Berg zu gelangen. Obwohl der Herbst sich schon durch die veränderte Natur ankündigte, waren es noch angenehm milde Temperaturen. In den Wiesen und Wäldern hatte sich über Nacht Nebel gebildet und ließ die Natur mystisch und geheimnisvoll erscheinen. Während der gesamten Zeit des Aufstiegs zum Gipfel hatte die Sonne sich nicht einmal gezeigt - und so war die Luft um mich herum immer leicht trübe, die hin und wieder zudem mit Nebelschwaden durchzogen war. Zwar anders, als wie ich die Begegnungen mit Jesus auf diesen Berg erlebte, war aber auch dieses Mal alles irgendwie magisch - und fühlte mich von einer unbekannten Macht gezogen, geführt und geleitet. Ich fühlte, wie sich meine Seele auf eine neue unbekannte Begegnung einstellte, sich voll freudiger Erwartung über meinen Geist und meinen Körper hinwegsetzte und meinen Körper mühelos - fast wie in Trance - den Berg hinauf zum Gipfel besteigen ließ. Ohne das ich die vergehende Zeit dabei bewusst wahrnahm, war ich dann irgendwann oben angekommen.

 

Ich stand nun auf diesem Berg, deren Gipfel in Nebelschwaden eingehüllt war. Auch wenn ich nichts sehen konnte, empfand ich schon nach kurzer Zeit ein angenehmes Gefühl von Anwesenheit und obwohl die Sonne nicht schien, wurde es plötzlich zunehmend heller um mich herum. Gleichzeitig verspürte ich ein angenehmes und intensives Gefühl, das mich irgendwie in einem anderen Zustand versetzte. Völlig ruhig und entspannt, fühlte ich, wie ich mich von meinem realen Körper distanzierte und nahm dabei war, dass ich immer klarer und heller wurde. Mittlerweile war die Stelle, an der ich mich befand, völlig von einer goldenen Helligkeit erstrahlt und sah, wie aus dem Nichts, eine große Gestalt auf mich zukam.

 

Die Gestalt - oder dieses Wesen - hatte ein menschenähnliches Aussehen und sah zudem aus wie ein Mann. Es handelte sich um ein durchweg helles Wesen, das mindestens zwei Meter groß war, lange weiße Haare, ein helles Antlitz und strahlend blauen Augen hatte und mit einem langen weißen Gewand bekleidet war. Abgesehen von der angenehmen äußerlichen Wahrnehmung, ging etwas von dem Wesen aus, das mit menschlichen Worten nicht beschreibbar ist - allenfalls mit „himmlisch“ und „göttlich“.

 

Sprachlos und erwartungsvoll schaute ich in dieses wunderbare Antlitz des „göttlichen“ Wesens - das dann nach einem kurzen Moment die Worte zu mir sagte: „Bitte - erschrecke nicht, Christoph! Ich bin der, auf deren Wunsch du hierher gekommen bist, damit ich dir einige Wahrheiten über das irdische Leben und dem ewigen Sein - aber auch eine Wahrheit über dich - übermitteln kann.“

 

Auch wenn ich schon tief in meinem Inneren fühlte, wer dieses vor mir stehende Wesen war, fragte ich neugierig - aber zögernd: „Bist du ... bist du der, den wir „Gott“ nennen?“

 

Ja, du sagst es!“ bestätigte das Wesen meine Frage. „Ich bin eines der höheren Wesen, die ihr „Gott“ nennt. Schon um die Fragen zu beantworten, die ihr Menschen im Bezug zu mir als „Gott“ habt, bin ich zu dir gekommen, so wie ich schon viele Male andere Männer vor dir in einer anderen Zeit aufgesucht habe.“

 

Ich konnte es kaum glauben: Ich stehe hier „Gott“ gegenüber ... und spreche mit ihm ... und „Gott“ spricht auch zu mir. Nein! - dachte ich - das kann nicht sein und handelt sich hier sicher nur um einen Traum ...

 

Ich weis, was deine Gedanken sind, Christoph!“ hörte ich darauf „Gott“ zu mir sprechen - und es klang auch dieses Mal wieder sehr real. „Glaube mir, es ist kein Traum, den du soeben erlebst, sondern wir beide stehen hier real beieinander und ich spreche tatsächlich mit dir. Wenn ich im Bezug des folgenden Gespräches mit dir, und den folgenden Mitteilungen, hin und wieder deine Person im Hinblick zu den Menschen differenziert erwähne, solltest du vorweg wissen, dass dies bestimmte Gründe hat. Eines der Gründe erklärt, warum wir beide hier zusammengekommen sind - aber darüber werde ich dir noch später mehr berichten. Aber höre nun zuerst, was ich dir und den Menschen zu sagen habe:

 

Als Erstes solltet ihr wissen: Das, was ihr „Gott“ im Bezug zu eurem irdischen Leben nennt, besteht aus vielen „Göttern“ - wovon ich „Einer“ bin. Aber darüber berichte später noch mehr. So viel aber schon vorweg: auch ihr Menschen seit Götter, nur wisst ihr es noch nicht - bzw. habt es wieder vergessen.

 

Als Zweites solltet ihr wissen: Es gibt nur einen Grund für euer Leben, nämlich, dass ihr die ganze Herrlichkeit - dessen wer ihr seid und sein könnt - in ganzer Fülle erfahrt. Alles was ihr in eurem Leben denkt, sagt oder tut, dient diesem Zweck. Es gibt nichts anderes für euch zu tun, und nichts anderes, was eure Seele tun möchte.

 

Das Wundersame an diesem Sinn und Zweck ist, dass es kein Ende hat. Ein Ende würde Beschränkung bedeuten - und das ganzheitliche „Göttliche Bewusstsein“ beinhaltet eine solche Begrenzung nicht. Sollte der Moment kommen, in dem ihr Menschen euch eure eigene göttliche Herrlichkeit vorstellt - aber auch wir, die ihr als „Gott“ oder „Götter“ bezeichnet, uns noch eine größere göttliche Herrlichkeit vorstellen -, so werden wir diese auch erfahren und uns dann eine noch größere göttliche Herrlichkeit vorstellen, zu der wir gelangen wollen. Je mehr wir wollen, desto mehr können wir noch werden. So wie das Sein unbegrenzt ist, so ist auch die Vorstellung über eine noch größere göttliche Herrlichkeit unbegrenzt.

 

Das tiefste Geheimnis ist, dass eurer Leben nicht ein Entdeckungsprozess, sondern ein Schöpfungsprozess ist. Ihr entdeckt euch nicht selbst, sondern ihr erschafft euch neu. Trachtet also deshalb nicht danach herauszufinden, wer ihr seid, sondern trachtet danach zu entscheiden, wer ihr sein möchtet.

 

Viele Menschen meinen, dass das Leben eine Schule sei, in der sie spezielle Lektionen zu erlernen haben und um sich danach größeren Zielen und Aufgaben widmen können. Diese Meinung ist Bestandteil der auf menschlicher Erfahrung gegründeten Mythologie. Tatsache aber ist, dass das Leben keine Schule ist und ihr nicht hier seid, um Lektionen zu erlernen. Ihr lebt auf dieser Erde, um euch zu erinnern und wieder neu zu erschaffen „wer-ihr-seid“. Denn wenn ihr euch nicht als „die-ihr-seid“ erschafft, könnt ihr es auch nicht sein.

 

Um diesen Sachverhalt etwas verständlicher zu machen, folgende Erklärung: Eine Schule ist ein Ort, zu dem ihr geht, wenn ihr etwas wissen wollt, was ihr noch nicht wisst. Ihr begebt euch aber nicht an diesen Ort, wenn ihr dieses Wissen bereits schon besitzt und dieses Wissen ganz einfach erfahren wollt. Eure Seele weiß zu jeder Zeit alles, was es zu wissen gibt. Ihr ist nichts verborgen und nichts unbekannt. Doch dieses Wissen reicht nicht aus. Die Seele strebt nach Erfahrung und darüber hinaus nach dem Seiend.

 

Ihr könnt wissen, dass ihr ein großartiger Mensch seid, aber wenn wir nichts tut, was diese Großartigkeit zur Entfaltung bringt, dann habt ihr nichts weiter als eine begriffliche Vorstellung davon. So könnt ihr zum Beispiel wissen, dass ihr ein gütiger Mensch seid, aber solange ihr nicht für jemanden etwas Gutes tut, habt ihr nichts weiter als eine Vorstellung davon.

 

Eure Seele hat nur einen Wunsch: Sie möchte ihren großartigsten Begriff von sich selbst in ihre großartigste Erfahrung verwandeln. Solange dieser Begriff und diese Idee nicht zur Erfahrung wird, bleibt alles nur Spekulation.

 

Dies ist der Grund, warum „Alles-was-ist“ (Alles-was-ist, ist das allumfassende Göttliche - und dieses allumfassende Göttliche, ist alles, was ist - also auch mich und meines Gleichen, die ihr Gott oder Götter nennt umfasst) sich selbst erfahrungsgemäß kennenlernen wollte und zu dem Zweck einen Bezugspunkt erschaffen hat, über dem dies möglich ist. „Alles-was-ist“ entschied zu einer Teilung seiner selbst und verfolgte damit das göttliche Ziel, genügend Teile von sich selbst zu erschaffen, damit er sich erfahrungsgemäß kennenlernen kann.

 

Der Schöpfer hat nur eine Möglichkeit, sich in der Erfahrung als Schöpfer zu erkennen: Er muss erschaffen. Und so gab „Alles-was-ist“ all den zahlreichen Teilen seiner selbst (all seinen Geist-Kindern) die gleiche Macht zu erschaffen, die „Alles-was-ist“ als Ganzes besitzt. Das meinen eure Religionen, wenn sie sagen, dass ihr „nach dem Ebenbilde Gottes“ geschaffen wurdet - womit aber, was euch Menschen betrifft, meine Person und meines Gleichen gemeint ist. Aber dazu komme ich noch später.

 

Es bedeutet nicht, wie manche annahmen bzw. annehmen, dass wir alle in unserer physischen Gestalt gleich aussehen (obwohl „Alles-was-ist“ jede physische Gestalt annehmen kann, die er oder es sich für einen bestimmten Zweck erwählt). Es bedeutet, dass „Alles-was-ist“, eure und unsere Essenz, die gleiche ist. Wir sind alle aus dem gleichen Stoff gemacht. Wir sind „derselbe Stoff!“ Wir verfügen über die gleichen Eigenschaften und Fähigkeiten - einschließlich der Gabe, physische Realität aus der Luft zu erschaffen.

 

Als „Alles-was-ist“ seine spirituellen Nachkommen erschuf - die ihr und auch wir sind -, war es sein Ziel, sich selbst als „Gottheit“ kennen zulernen. „Alles-was-ist“ kann dies auf keine andere Weise als durch uns - manifestierte Göttlichkeit - tun. Somit kann gesagt werden, dass unser Ziel für uns darin besteht, dass wir uns selbst als „ihn“ erkennen. Das scheint so erstaunlich einfach zu sein, wird aber sehr komplex, weil es nur eine Möglichkeit gibt, wie wir uns als „Gottheit“ erkennen können, nämlich die, dass wir uns selbst als nicht „Gottheit“ erkennen. Um dies leicht verständlich zu erklären, solltet ihr Menschen euch durchaus des mythologischen Modells von den Kindern Gottes bedienen, weil dies euch vertraut und in vielerlei Hinsicht gar nicht so abwegig ist.

 

Kommen wir also darauf zurück, wie dieser Prozess der Selbsterkenntnis zu funktionieren hat. Es gab eine Möglichkeit, wie „Alles-was-ist“ alle seine geistigen Kinder dazu hätte bringen können, sich als Teil von „ihm“ zu erkennen: nämlich, indem er es ihnen einfach sagte - was er auch getan hat. Aber dem reinen Geist war es nicht genug, sich selbst einfach als „Gottheit“ zu erkennen - oder als Teil von Gott - oder als Kinder Gottes - oder als Erben des Reiches Gottes (je nachdem, welche Mythologie wir hier einsetzen möchten).

 

Dem Plan gemäß sollten wir als reiner Geist das eben geschaffene physikalische Universum betrachten - und das deshalb, weil wir nur über die Physikalität erfahrungsgemäß das kennenlernen können, was wir auf begrifflicher Ebene wissen. Dies ist tatsächlich der Grund, warum „Alles-was-ist“ das physikalische Universum überhaupt erschaffen hat - und auch das Relativitätssystem.

 

Nachdem wir alle, die geistigen Kinder von „Allem-was-ist“, erst einmal im physikalischen Universum existierten, konnten wir erfahren, was wir über uns schon selbst wissen - aber zunächst mussten wir das Gegenteil kennenlernen. Um es im Bezug zu euch Menschen etwas vereinfacht zu erklären: Ihr könnt euch nicht selbst als groß gewachsen erkennen, solange euch nicht bewusst ist, dass es auch die Kleinwüchsigkeit gibt. Ihr könnt nicht den Teil von euch, den ihr dick nennt, erfahren, solange ihr nicht auch das Dünne kennt. Daraus ergibt sich letztlich die logische Schlussfolgerung, dass ihr euch nicht als die, die ihr seid, erfahren könnt, solange ihr nicht dem begegnet seid, wer ihr nicht seid. Das ist der Zweck der Relativitätstheorie und allen physischen Lebens auf dieser Erde. Ihr Menschen definiert euch über das, was ihr nicht seid.

 

Nun, im Fall der letztlichen oder höchsten Erkenntnis - des Sich-Selbst-Erkennen als Schöpfer - können wir uns alle nicht als Schöpfer erfahren, solange wir uns nicht selbst erschaffen. Und wir können uns nicht selbst erschaffen, solange wie wir uns nicht selbst auslöschen. In gewissem Sinn müssen wir erst „nicht sein“, damit wir „sein“ können - ein Prozess, den ich und meines Gleichen schon zu einem großen Teil vollzogen haben und uns daher auch als dessen Erkennen, wer-wir-sind. In diesem einen Punkt sind wir euch Menschen einen Schritt voraus - wir haben unsere eigene Göttlichkeit erkannt und sind zum Schöpfer geworden. Und um uns selbst als Gottheit und Schöpfer zu erfahren, haben wir euch Menschen erschaffen und wurden dadurch zu eurem Gott – oder eure Götter.

 

Aber bleiben wir zuvor bei euch Menschen: Natürlich könnt ihr keinesfalls nicht sein, wer und was ihr seid - ihr seid es einfach (reiner, schöpferischer Geist) und ihr werdet es immer sein, so wie wir alle es immer sein werden, denn wir alle sind eins.

 

Damit ihr Menschen, die ihr Teil von uns seid, euch selbst als Gottheit erfahrt, was erst durch den Prozess des Erinnerns möglich ist, musstet ihr zuvor vergessen, wer ihr seid. Um das zu erreichen, haben wir das Nächstbeste getan. Wir haben euch dazu gebracht zu vergessen, wer-ihr-wirklich-seid. Beim Eintreten ins physikalische Leben hier auf Erden haben wir euch die Erinnerung an euch selbst genommen. Damit wurde euch gestattet, die Wahl zu treffen, wer-ihr-sein wollt, statt sozusagen einfach schon im Schloss aufzuwachen. Statt lediglich gesagt zu bekommen, dass ihr ein Teil von „Allem-was-ist“ seid - also göttliche Wesen -, habt ihr den Akt der Wahl, in dem ihr selbst über totale Wahlfreiheit verfügt. Auch wenn wir euch aus einem Teil unseres Selbst erschaffen haben, so seid ihr doch Schöpfer eures Selbst.

 

Wir alle sind, waren und werden immer ein göttlicher Teil des allumfassenden göttlichen Ganzen, ein Glied des Körpers von „Allem-was-ist“ sein. Der Akt der Wiedervereinigung mit dem Ganzen, die Rückkehr zur Göttlichkeit, ist ein Akt des Rück-Erinnerns, der Wieder-Eingliederung. Wir wählen, uns daran zu erinnern, wer-wir-wirklich-sind, oder uns mit den verschiedenen Teilen unseres Selbst wieder zu vereinen, um uns in unserer Gesamtheit des Göttlichen zu erfahren - als Gott in seiner Allumfassendheit.

 

Die Aufgabe der Menschen auf Erden ist es deshalb nicht zu lernen (weil sie es bereits wissen), sondern sich zu erinnern, wer-sie-sind - und damit sich wieder einzugliedern und sich zusammenzufügen mit allen anderen Wesen, mit denen die Menschen eins sind.

 

Und als Drittes solltest du wissen: Und an dieser Stelle, wende ich mich an dich Christoph persönlich, denn meine und auch deine Aufgabe besteht zum großen Teil darin, dass wir andere daran erinnern, ihnen wieder ins Gedächtnis rufen, dass auch sie sich wieder erinnern/eingliedern/zusammenfügen können und zu dem werden, wer-sie-wirklich-sind.

 

All die Lehrer und Meister auf Erden haben das getan und genau das, Christoph, ist auch deine Aufgabe - was du im tiefen Inneren immer schon gewusst hast und ich dir durch meine Stimme vor langen Jahren auch schon mitgeteilt hatte. Um dir das noch einmal persönlich zu bestätigen und dir und den Menschen die umfassendste Frage - die jedes Wesen irgendwann mit „wer bin ich?“ stellen wird - zu beantworten, bin ich gekommen. Du hast - und auch die ihr Menschen haben - nach Antworten gesucht und ich habe mich bemüht euch diese zu geben bzw. werde sie euch auch weiterhin geben. Und du wirst sie hoffentlich noch vielen zugänglich machen.“

 

Gott machte eine kurze Pause und indem er mich besonders eindringlich anschaute, sagte er weiter zu mir: „Aber ich weis, Christoph, es gibt da noch eine weitere Frage, die du sicher heute an mich stellen möchtest!“

 

Du hast recht!“ bestätigte ich Gott. „Ich war mir meiner Aufgabe schon immer bewusst und habe deine Worte der Erwählung, die du vor langen Jahren in New Mexiko an mich gerichtet hast, immer tief in mir bewahrt und danach gehandelt. Im Bezug dazu gibt es noch eine Frage, die ich von dir beantwortet haben möchte - deren Antwort ich als Vermutung ich schon seit längerer Zeit in mir trage. Bin ich ein höheres und anderes Wesen als all die anderen Menschen?“

 

Ja, Christoph, das bist du!“ bestätigte mir Gott. „Du bist ein Hybridwesen - was bedeutet: Du besteht zu einem Teil aus den Genen der Spezies „Mensch“ und zu einem Teil aus den Genen unserer Spezies, die von den Menschen als „Gott“ oder „Götter“ bezeichnet werden. Außer dir existieren aber noch weitere solcher Hybridwesen auf diesem Planeten Erde. Du wirst mir nun sicher die Frage stellen, warum wir das getan haben? - warum wir so eine erweiterte Spezies „Mensch“ geschaffen haben?“

 

Ich konnte dem nur zustimmen: „Ja, die Frage stellt sich mir - nun wo ich weis wer ich bin. Warum also habt ihr in das Leben auf diesem Planeten Erde und der Entwicklung des Menschen eingegriffen?“

 

Um das zu erklären“, antwortete Gott, „gehen wir noch einmal zu dem Punkt zurück, wo ich dir erklärt habe, das wir uns alle nur dann als „Gottheit“ erfahren, wenn wir uns als dessen auch erschaffen - was unsere Spezies auch getan hat. Und dieser Prozess des Werdens verläuft immer nach einem gleichen Muster: Es ist - wie ich schon sagte - der Akt der Wiedervereinigung mit dem Ganzen und die Rückkehr zur Göttlichkeit. Es ist ein Akt des Rück-Erinnerns und der Wieder-Eingliederung. Wir wählen, uns daran zu erinnern, wer-wir-wirklich-sind - wir erschaffen und werden zu dem „wer-wir-sind“. Bei den von uns erschaffenen Menschen verläuft dieser Prozess aber bedauerlicher Weise anders. Die Menschheit existiert und lebt überwiegend in Vergessenheit - und das schon, nachdem wir sie auf diesem Planeten Erde gebracht haben. Hinzu kommt, dass die Menschen als Spezies über Gene verfügen, die sie - insbesondere über die Vergessenheit, dessen wer-sie-sind -, zu gewalttätigen und Macht beherrschenden Wesen macht. Eine Tugend, die seit ihrer Schöpfung bis zum heutigen Tag angehalten und im Bezug zur weiteren Existenz des Menschen und dem Planeten Erde verheerende Ausmaße angenommen hat. Obwohl wir immer wieder direkt und über Boten - wie du einer bist - Kontakt zu den Menschen aufgenommen haben, um sie zu einer Rück-Erinnerung zu bewegen, sind diese Bemühungen überwiegend ohne Auswirkungen geblieben.“

 

Obwohl mir der soeben aus dem Munde „Gottes“ geschilderte Umstand im Bezug zur Existenz des Menschen nicht unbekannt war, machte mich nun die übermittelte Wahrheit doch sehr betroffen - und es stellte sich mir die Frage, die ich an Gott richtete: „Ist die Menschheit überhaupt noch zu retten? Wenn ich dem, was du mir soeben mitgeteilt hast, Folge leiste, muss ich annehmen, dass sie es nicht ist!“

 

Nicht als die Spezies „Mensch“, wie sie zurzeit existiert“, antwortete Gott auf meine Frage, „sondern als eine veränderte Spezies „Mensch“ - eine neue Variante des Menschen. Auf diesen Umstand haben selbst schon einige Menschen mehrfach hingewiesen - u. a. in der Heiligen Schrift, in der die Schöpfung einer neuen Erde und eines neuen Himmels beschrieben wird. Wobei an der Schöpfung der Erde nichts zu verändern gäbe, sie war und wäre als Schöpfung vollkommen - wenn nur der Mensch nicht ständig in den natürlichen Lebensabläufen eingreifen würde und damit auch den Weiterbestand der Erde gefährdet.

 

Es geht also letztendlich nicht darum eine neue Erde und eine neue Menschheit zu schaffen, sondern eine neue Menschheit, die mit allen Lebensbedingungen auf der Erde achtsam umgeht und alles als geschlossenes Ökosystem erkennt, in dem alles eins und alles miteinander verbunden ist. Ein Leben also im Bewusstsein des Einsseins - was ein wahres göttliches Leben ausmacht. Wenn die Menschheit so leben würde, dann würde sich die Erde von alleine erneuern - da wo eine Erneuerung notwendig wäre.

 

Und um diesen besagten Fortbestand der Erde und der Menschheit zu erhalten, hielten wir es - die wir die Schöpfer des Menschen sind und von ihnen als Gott oder Götter bezeichnet werden - angebracht, in den Prozess einzugreifen. Angebracht deshalb, weil wir nicht erkennen können, dass die Menschheit aus sich selbst heraus den Prozess der Bewusstseinserweiterung vollzieht, um ein Weiterbestehen ihrer Spezies und der Erde zu gewährleisten. So haben wir uns schon vor langer Zeit dazu entschlossen, eine Transformation - also eine Umwandlung - der Menschheit vorzunehmen.“

 

Und das geschieht durch eine neue Spezies „Mensch“ wie ich einer bin!“ wandte ich mich an Gott, um zu bekunden, dass ich seine Worte bis hierher verstanden hatte.

 

Ja, Christoph“, bestätigte Gott, „das hast du richtig erkannt. Dafür haben wir eine neue Spezies mit neuen Genen geschaffen - wozu du gehörst - über die so nach und nach die Menschheit umgewandelt wird und damit sich neu erschafft.“

 

Gibt es zu dieser neuen Spezies „Mensch“ ein besonderes Erkennungsmerkmal?“ wollte ich von Gott wissen.

 

Gott nickte - und zeigte auf mich mit den Worten: „Wenn du dich einmal genauer betrachtest, sowohl dem Äußeren als auch dem Inneren nach, wirst Besonderheiten an dir feststellen, die auf diese neue Spezies Mensch hinweisen. Dem Äußeren nach sind es Merkmale wie: Schlanker und groß gewachsener Körper, helle Haare, eine helle und empfindliche Haut, hellblaue Augen und einen besonders friedlichen Gesichtsausdruck - und dem Inneren nach (also Charakter) sind es Merkmale wie: Friedfertigkeit, Weitsichtigkeit, Verständnis für das Einssein von Allem-was-ist, Bereitschaft zur vollkommener Liebe und Akzeptanz allen Lebewesen gegenüber - sowie ein ausgeprägtes höheres Bewusstsein des eigenen Selbst, was sich in dem Nichtbedürfnis von Erfolg, Macht und materiellen Besitz ausdrückt.“

 

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